Die befruchtete Eizelle nistet sich nicht sofort ein. Sie benötigt etwa
4 - 7 Tage bis sie in der Gebärmutter ankommt und 3 Tage für das
Einnisten selbst.
Falls nun nachträgliche Verhütung nötig wird, z. B. weil das Kondom beim
Sex geplatzt ist, gibt es 2 Möglichkeiten: Die sogenannte „Pille danach“
und die Kupferspirale.
Diese Art der Pille funktioniert im Prinzip wie die normale „Pille
davor“, also durch das Hormon Gestagen. Allerdings ist es viel höher
dosiert. Es verzögert den Eisprung oder verhindert ihn sogar ganz; in
der Folge sterben die Samenzellen bevor sie die Eizelle befruchten
können.
Wichtig ist bei der „Pille danach“, dass sie sehr schnell nach dem
ungeschützten Sex eingenommen wird – spätestens 72 Stunden. Je früher,
desto sicherer die Wirkung!
Es kann sein, dass nach der Einnahme Nebenwirkungen auftreten. In der Regel verschwinden diese aber nach spätestens 2 Tagen wieder. Typisch sind: Übelkeit, zum Teil mit Erbrechen und Durchfall, Kopf- oder Bauchschmerzen, Schwindel oder Müdigkeit.
Achtung!
Solltest du die „Pille danach“ je benötigen, informiere deinem
Frauenarzt auf jeden Fall, ob du krank bist oder warst und ob du
Medikamente nimmst. Denn bestimmte Arzneimittel und Krankheiten
schränken die Wirkung ein.
Die Kupferspirale muss innerhalb von 5 Tagen nach dem ungeschützten Sex eingesetzt werden. Sie verhindert, dass sich die Eizelle nach der Befruchtung in der Schleimhaut der Gebärmutter einnistet. Nach kurzer Zeit wird sie wieder entfernt – es sei denn die betroffene Frau möchte weiterhin mit dieser Methode verhüten.